Plattenbau wird Palast

Plattenbau war nichts für den 67-jährigen Adrian Reeman aus dem britischen Southampton. Er wohnt im neunten Stock eines Plattenbaus und hat über 30 Jahre für die un-normale Möblierung seiner Wohnung gebraucht. Und das hat auch einen guten Grund. Wer ins Innere seiner Wohnung blickt, wird aus dem Staunen so schnell nicht mehr herauskommen.

Betritt man die kleine Wohnung, glaubt man sich im Schloss von Versailles zu befinden! Jedes Detail entstand in emsiger Handarbeit, alles von Adrian selbst zusammengebaut und bemalt.

Un-normales Wohnen – Darf der Mieter das?

Als Einrichterin sage ich, schön sieht es ja aus. Und eine Wohnform für kleinen Geldbeutel ist es auch. Aber darf der Mieter das? Dieser Frage bin ich als Sachverständige für Mobilien mit Zusatzqualifikation Immobilienmanagement nachgegangen. Ich überlegte, ob es im Mietrecht eine Fallentscheidung gibt, die die Rückbaupflicht für Mieter an bestimmte Voraussetzungen knüpft. 🤔

Meine Recherche ergab zur Rückbaupflicht des Mieters: “Einrichtungen und Einbauten, mit denen Sie die Wohnung zur besseren und bequemeren Nutzung versehen haben oder die Sie direkt vom Vormieter übernommen haben (zum Beispiel Einbauschrank, Hochbett, Küchenzeile, Fußbodenbelag, abgehängte Zimmerdecke und ähnliches), dürfen Sie beim Auszug entfernen und mitnehmen. Da Sie den ursprünglichen Zustand der Wohnung wiederherstellen und eventuelle Beschädigungen beseitigen müssen, kann das teurer kommen, als die Sachen entschädigungslos zurückzulassen.“ Kurz, probier es aus, die Chance, dass es hier funktioniert stehen deutlich besser als 50:50.

Ausblick

In der nächsten Folge der kleinen Serie Un-normales rund um gesund Leben mit Lust und kleinem Geldbeutel treffen wir nochmal auf AIR BERLIN und die Abwicklung des Inventars durch den Insolvenzverwalter.

Hast du auch interessante Un-nomale Beiträge? Schreiben mir entweder an hallo@mueller-christine.de oder hier gerne in den Kommentaren. Ich bin gespannt von dir zu lesen.

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