Mein Wettbewerbsbeitrag: Trainingkonzept Selbst Getestet. Nachhaltig wirtschaften – Grün Sparen macht Spaß!

Zusammenfassung: Der Gebrauchtmarkt oder Zweitmarkt als Ergänzung zum Erstmarkt steht im Zentrum der Idee. Statt Entsorgung geht es um Wieder- und Weiternutzung durch Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung. Neben dem Mehrwert von Second-Hand als Re-Use von Rohstoffen, ohne neue Industrieprozesse zur Herstellung und ohne Qualitätsverlust, zeigt sich der gesunde Effekt täglich an weniger Müll, weniger Krankheit von Mensch und Natur und vor allem: mehr Liquidität im Geldbeutel und weniger Schulden für Mensch und Staat.

Das Selbst getestet Trainingskonzept

Das Selbst getestet Trainingskonzept verfolgt die Wiederverwendung von Gebrauchtwaren in Berlin (und eventuell ganz Deutschland). Das Konzept gliedert sich optimal inhaltlich ein in die Initiative Re-Use durch die Kombination aus praktischer Umsetzung (Haushaltsführung und Trainingskonzept), Kooperationen mit Anbietern vor Ort und Wissensvermittlung bei den Volkshochschulen.

Das Selbst Getestet Training leistet einen Beitrag zur Abfallvermeidung und Wiederverwendung. Die Idee ist niederschwellig verfügbar als kostenfreier Trainingsplan für alle, die alleine Übungen zu Hause und im Alltag machen wollen. Doch da der “innere Schweinehund” nicht immer leicht zu überwinden ist, sind Gruppenveranstaltungen in Form von Kursen, Erlebnistouren und Workshops geplant. Zusätzlich gibt es ein Angebot für Einzeltrainings. Eine weitere Zielgruppe wird über die Berliner Volkshochschulen und Bildungsträger erreicht.

Verringerung von Umweltbelastungen

Durch die Trainings tragen wir zur Verringerung von Umweltbelastungen bei. Der aktuelle Wert von 485 kg Haushaltsmüll (davon 220 kg Verpackungsmüll) wird signifikant reduziert. Zusätzlich zeigt sich eine Verringerung von Umweltbelastungen, weil die Recyclingquote gesteigert wird und der Ausschuss vermieden wird. So kann das Ziel von 2/3 Recycling tatsächlich erreicht werden, statt in der thermischen Verwendung zu landen. Damit wird auch der Export des Mülls in Drittländer überflüssig. Und vielleicht, lässt sich damit der Wunsch des ALBA-Chefs Axel Schweitzer erfüllen (Quelle: Special Das Müll-Märchen, Stern, 12.04.2018).

Ziel sollte eine Welt ohne Abfall sein. Axel Schweitzer

Geschäftsführer , ALBA

Wissensvermittlung auf vielen Wegen

Die Idee besteht bereits. Konkret nutzen wir Social Media www.selbst-getestet.com zur Wissensvermittlung, um eine maximal große Zielgruppe anzusprechen. Ab September 2019 werden dazu auch die Volkshochschulen und Bildungsträger mit Kursen eingebunden. Bei den Vhs-Kursen bekommen die TN konkrete Anwendungstipps in Form des “Grüne-Wege-Plans”. Die nächsten Kurse dazu finden wieder statt ab September 2019 an drei Berliner Volkshochschulen Neukölln, Pankow, Tempelhof-Schöneberg. Die Berliner Volkshochschulen hatten im Jahr 2018 fast 250.000 Teilnehmerbuchungen mit rund 1,5 Millionen Unterrichtsstunden. Meine Kurse werden dabei jeweils 16 Unterrichtsstunden umfassen. Die Kosten für die Teilnehmer werden sich auf 0 € – 25€ belaufen.

Meine Idee ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dies zeigen aktuelle Entwicklungen, wie die Zusage von IKEA gebrauchte Möbel anzukaufen, wie die FFF (Fridayforfuture)-Initiative vornehmlicher junger Menschen und nicht zuletzt die Wahlergebnisse der Grünen bei den Europawahlen.

Mitbeweber zu Partnern machen

Zusätzlich wird mein kostenfreier Vortrag “Selbst getestet – viel für wenig, so gehts!” zukünftig am Berliner Markt angeboten. Zur praktischen Umsetzung sind Erlebnistouren zu den Berliner Quellen des Sparens  (Händler, Initiativen, Unternehmen) geplant. Die Berliner Händler Humana und Veganz haben dazu bereits Zusagen erteilt. Mit dem Sozialkaufhaus Fairkauf und Oxfam laufen bereits Gespräche. Die Idee für die Trainings findet sich bereits in unterschiedlichen Ausprägungen bei Mitbewerbern. Dabei sollen zukünftig diese Mitbewerber in ein Netzwerk eingebunden werden. Damit werden die Mitbewerber zu Partnern. Die eingereichte Idee bestand bereits von 2005-2014 schon mal in ähnlicher Form als erste Gründung von Christine Müller als Greenoffice Agentur. Mehr als 10 Jahre wurden so gebrauchte Büromöbel deutschlandweit mit einmaligem Händlernetz an Unternehmer vermittelt. Neben der Vermittlung von Büromöbeln wurde dabei schon damals Wert auf die Wissensvermittlung über Nachhaltigkeit gelegt. Dafür entwickelte Müller die Erlebnisreihe mit der Umsetzung an den Standorten Rhein-Main und Berlin.

Berliner Volkshochschulen: Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit

Die bisherige Erfahrung zeigt, dass mit diesem Angebot über die Volkshochschulen Berlin zu den Vorreitern beim Thema Nachhaltigkeit und nachhaltigem Wirtschaften gehört. Erste Erfolge für die praktische Umsetzbarkeit zeigen sich am Feedback in den Social-Mediakanälen (XING, Facebook, Twitter).

Zu meinem Beitrag über Wassersparen und Wasserhahn automatisch auf “kalt” stellen, schrieb ein Mitglied, dass sie jetzt das Duschwasser für die Toilettenspülung auffangen würden.Auch bei meinem Nachbar zeigt sich die Wirksamkeit meines Trainings an Aussagen wie

“Christine ich habe jetzt auch was Nachhaltiges gemacht. Ich habe mir einen 0,5 l-Thermobecher gekauft, um die täglichen To-Go-Becher zu vermeiden”.

„Grüne“ Bildungsoffensive

Die Idee leistet einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung von Arbeitsplätzen. Gleichfalls ist die Idee ein Teil einer neuen Bildungsoffensive. Sie ist durch das Angebot bei den Berliner Volkshochschulen allen Teilen der Gesellschaft zugänglich. Teilnehmer lassen sich in Seminaren und Workshops erreichen und trainieren.

Die Idee “Grün Sparen macht Spaß” steigert die Lebens- und auch die Arbeitsqualität. Mit Kostensenkungen im Einkauf lassen sich für Unternehmen die Ertragskraft steigern und damit die Arbeitsplätze der Mitarbeiter sichern. Auch die Risiken für Überschuldungen und Insolvenzen werden durch den geringeren Kapitalbedarf verringert.

Mach mit!

Wörtlich kommt Kreativität von “creare” (lat. gestalten). Die Idee setzt deshalb bei der Gestaltung und Umsetzung beim einzelnen Menschen an. Wir schaffen damit Lösungswege und führen Verbraucher zu weniger Müll. Durch das Training erfolgt eine Bewusstseinsveränderung, das “Mindset” und die Alltagsroutinen verändern sich langfristig. Bei der Idee geht es nicht um Upcycling, sondern es wird direkt mit den gebrauchten Produkten gearbeitet, ohne neue Fertigungsprozesse auszulösen. So muss zur Nutzung keine weitere Energie zugesetzt werden. Bei der Idee geht es darum, optimale Grüne Wege für jeden aufzuzeigen. Das Ziel dabei sollte durch das Training bei den Teilnehmern sein:

Fang an! Kleine Schritte sind besser als Nichtstun.

Die Sieger stehen fest!
Ideensieger Re-Use Berlin 2019 ist diesmal …

Diesmal hat es für mein Trainingskonzept Selbst Getestet (noch) nicht gereicht. „Wir möchten Ihnen mitteilen, dass Sie dieses Jahr leider nicht zu den Gewinnerinnen und Gewinnern des Kreativwettbewerbs gehören“. Schade. Doch bei 40 Teilnehmern wäre es auch gleich beim ersten Versuch fast ein Wunder gewesen. Ich bleibe dran! Ich folge bis dahin dem Wunsch der 6 – köpfigen Jury: „Selbstverständlich freuen wir uns trotzdem über ihren weiteren Einsatz für Wiederverwertung in Berlin und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg mit der Umsetzung ihrer Idee“.

Einladung zur Preisverleihung

Komm doch mit mir am Montag, 30. September von 12.30 bis 14.00 Uhr zur Preisverleihung in der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (Am Köllnischen Park 3, Rittersaal / Raum 306). Im Anschluß besteht die Möglichkeit, sich über die Ideen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Wir freuen uns, dich dort begrüßen zu dürfen!